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Freitag, November 16, 2012

BookReview: Nachts singt die Welt

Was viele von euch noch nicht wissen: Ich bin total in Bücher vernarrt und eine riesige Leseratte. Mein Bücherregal ächzt und stöhnt unter seiner Last, und wenn mir ein Schmöker zu schwer ist um es mit auf Reisen zu nehmen, habe ich mein kindle. Ich bin also allseits gut versorgt mit Lesestoff verschiedenster Art. Von Thriller über Jugendklassiker, richtige MustHaveKlassiker (meine Lieblinge Faust1 und Sophokles Antigone :D ) über Gameliteratur (Warcraft-Reihen) und Freud. So ziemlich alles wird gesammelt und gehortet. Am bestem im parallel lesen!



Mit diesem Buch bin ich letztens fertig geworden: es ist ein Geschenk von meinem Freund, der weiß ich das ich Lesemäuschen bin. Es ist von Mari Strachan, einer Autorin die an der Nordwestküste von Wales geboren wurde. Und dort spielt auch ihr Roman, "Nachts sing die Welt", ein wirklich verträumt klingender Titel. Übrigends erhältlich beim Diana-Verlag.
Das Cover ziert der Rücken eines Mädchens mit feuerrotem Haar an der Küste. Genau solches Haar hat auch die Protagonisten, ein 12-jähriges Mädchen namens Gwenni die in Wales in den 50er Jahren lebt. Gwenni hat eine Besonderheit: in der Nacht kann sie fliegen und hört von dort die Musik der Welt. Sie ist ein quirliges, junges neugieriges Ding, die gerne alles hinterfragen würde. Doch in ihrem traditionellen alteingesessenen Heimartdorf eckt sich immerwieder damit an. Vorallem bei ihrer Mutter die ein Geheimniss hütet und ja nicht auffallen will, vorallem nicht wegen ihrer "verdrehten" Tochter.
Einestages verschwindet der Mann einer Nachbarin, und als die Polizei nicht weiterkommt beginnt die selbsternannte Kommisarin Gwenni selbst die Ermittlung. Und damit löst sie mehr aus als sie denkt: nicht nur eine familiäre Katastrophe sondern auch eine in ihrem Heimatort.
Ihr Umfeld wird ordentlich durchgerüttelt. Geheimnisse werden aufgedeckt, und das aus den banalsten Gründen: eine Hausaufgabe über Augenfarben deckt falsche Vaterschaften auf. Jahrelang gut gehüteter Familienwahnsinn bricht seine einst gut verschlossene Gruft auf und kommt ans Tageslicht.

Mir gefällt die Geschichte sehr. Aus der Sicht eines außerordentlich klugen und kreativen Mädchens werden Moral und der Wert des Lebens für Mensch und Tier in Frage gestellt. Familienbande bröckeln, und die zwischenmenschlichen Konflikte werden aus der naiven Sicht des Kindes hinterfragt. Ein Buch, was auch Erwachsene nachdenklich werden lässt, inwiefern wen in diesem moralischem Durcheinander die Schuld trifft und wen nicht. Wenn handeln, und wenn nicht handeln angesagt ist. Und wie sich das in alle möglichen Konsequenzen verläuft.


Wer gerne einmal nachdenkt und sich von ein guter Geschichte mit wunderbaren Naturbeschreibungen und ineinander verwebten Geschichtsfäden einfangen lassen will, ist das Buch ein muss (:


Was lest ihr denn gerade?

Kommentare:

  1. Antigone? :O
    Boah, ich hasse das Buch! Das Ende ist doof, es hat kaum Spannung und ist schrecklich geschrieben. Wir mussten das mal in der Schule lesen...

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  2. *lach* Fing damit an, dass nen Kumpel so hieß^^ Da war eine gewisse Grundsymphatie da.
    Und joar , ich finde das Wechselspiel von Macht und Gerechtigkeit ganz nett (: Halt viel Moral^^ vllt liegts auch daran, dass des das einzige Buch war, wo ich in der Schule rumstreben konnte *hihi*
    Ja, spannend isses nicht so, eher zum nachdenken. Aber Geschmäker gehen eh auseinander^^

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  3. Hihi, sie [ kein er (; ] war ich glaub etwas müde, hat sich was zu essen geschnappt und sich mit dem Leckerbissen erstmal mehr oder weniger "in Sicherheit" gebracht. (;

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:) :( :-/ :-* :-O X( :7 :-c ~X(